Wahlprogramm 2022

Für mehr offene Räume an unserer Uni!

Studium lebt vom Austausch miteinander, von den Gesprächen zwischendurch, dem Kaffee nach der Mensa und dem Moment Ruhe nach einer anstrengenden Vorlesung. Wir setzen uns dafür ein, dass mehr offene Räume für Studierende an der Universität geschaffen werden. Wir verfolgen weiter die bereits begonnene Einrichtung des Campus-Gartens, unterstützen die weitere Zukunft des AStA-Landes und setzen uns für die Öffnung der Mensa als Lernort ein. Dazu setzen wir uns gegen die Bestrebungen der Stadt ein, die Nutzung der Dobbenwiesen durch Alkoholverbote und hohe Bußgelder einzuschränken.

Studis in dieser Zeit nicht alleine lassen!

Wir unterstützen euch, wenn sich euer Studium durch Corona verlängert, ihr Prüfungen nicht absolvieren konntet, euer Job weggefallen ist und ihr euer Studium nicht mehr finanzieren könnt. Wir unterstützen die Forderungen des Solidarsemesters-Bündnisses und fordern die Landesregierung auf, endlich konsequent zu handeln.

Das bedeutet eine weitere Verlängerung der Regelstudienzeit, wobei endlich auch Langzeitstudierende mitbedacht werden müssen, sowie eine dringend notwendige endgültige Reform der BAföG-Regelungen. Außerdem fordern wir die Bereitstellung von FFP2-Masken für die Studierenden durch die Universität sowie die Einrichtung eines Testzentrums auf dem Campus, um größtmögliche Sicherheit bei Präsenzveranstaltungen zu gewährleisten. Darüber hinaus fordern wir klare Vorgaben zu Online-Formaten an Lehrende, die regelmäßig überprüft werden, um die Qualität der Lehre auch in Pandemiezeiten zu sichern. 

Für ein politisches Engagement über Hochschulservice hinaus!

In einer Zeit, in der Corona-Leugner_innen, Antisemit_innen, Geschichtsrevisionist_innen und Rassist_innen durch Oldenburg ziehen und die Demokratie begraben wollen, ist es umso wichtiger, dass sich die hochschulpolitischen Listen unserer Uni klar positionieren. Hochschulpolitik endet nicht an den Grenzen unseres Campus. Wir stellen uns klar gegen die Querdenken-Bewegung und die Spaziergänge der sogenannten “Freien Oldenburger” und damit gegen die Verharmlosung der Pandemie und damit verbundene, implizite und explizite, rassistische und antisemitische Verschwörungsideologien. Wir unterstützen die Arbeit des Bündnisses für solidarische Intervention Oldenburg und ihren Einsatz für eine solidarische Kritik an den Corona-Maßnahmen und gegen die Verschwörungsideolog_innen der Querdenken-Bewegung.

Raum für Kultur auch während der Pandemie!

Im Rahmen von kulturellen Veranstaltungsreihen, Kooperationen mit Oldenburger Kulturbetrieben und Online-Projekten, wollen wir euch die Möglichkeit geben, die kulturellen Angebote der Uni und der Stadt weiter wahrzunehmen und außerdem euren eigenen Ideen, Projekten und Visionen einen Raum zu geben. Auch wenn Vorspielabende, Sportfeste und Kunstausstellungen gerade wegfallen, wollen wir mit euch zusammen die Kultur an unserer Uni weiter fördern. 

Wir machen uns stark für eine nachhaltige Uni!

Das bedeutet konkret: Wir fordern eine klimaneutrale Universität bis 2030, denn ein verbindliches Ziel fehlt bisher. Auch wir als Universitätsgemeinschaft tragen eine Verantwortung für Klimagerechtigkeit! Nachhaltigkeitsprinzipien müssen auf allen Ebenen der Universität verankert werden: Forschung & Lehre, Betrieb und Hochschulgemeinschaft. Daher fordern wir ein zentrales Nachhaltigkeitsbüro, welches professionell und mit studentischer Beteiligung für diese Notwendigkeit eintritt! 

Wir fordern außerdem ein gesundes und klimafreundliches Essensangebot an beiden Standorten der Mensa in Haarentor und Wechloy. Wir wollen die Auswahlmöglichkeit an Gerichten steigern und fordern täglich mindestens ein veganes und vegetarisches Gericht an beiden Standorten. Ebenfalls fordern wir, dass die tierischen Produkte zu 100% aus ökologischer Landwirtschaft stammen. Außerdem werden wir uns weiterhin für das Uni-Fairtrade-Siegel einsetzen, denn ökologische Nachhaltigkeit ohne soziale Nachhaltigkeit kann nicht gelingen! 

Auch auf unserem Campus müssen Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt durch ökologisch gestaltete Grünflächen ergriffen werden. Blumenwiese statt englischem Rasen, Fassaden- und Dachbegrünung und Urban-Gardening-Möglichkeiten auf dem Campus! Dazu setzen wir uns für die Weiterentwicklung des gerade entstehenden Campusgartens ein. Zur Unterstützung und Stärkung des Radverkehr brauchen wir außerdem dringend mehr überdachte Fahrradstellplätze auf dem Campus. 

Studentische Nachhaltigkeitsinitiativen wie die NachDenkStatt, den Campusgarten oder das AStA-Land wollen wir weiterhin unterstützen und fördern, denn gemeinsam sind wir stark! Insbesondere möchten wir weiterhin eine Nachhaltigkeitswoche mit vielfältigen Vorträgen, Diskussionen und Workshops anbieten.

Für eine inklusive Uni!

Campus Grün Oldenburg setzt sich für Gleichberechtigung und Inklusion an der Uni ein. Das bedeutet Solidarität mit Menschen, die sozial benachteiligt werden und/ oder die rassistisch, antisemitisch, sexistisch, ableistisch oder anderweitig diskriminiert werden. Wir unterstützen (queer-) feministische Forderungen und wollen die Uni zu einem offenen Raum machen, in dem sich Menschen zuhören, diskutieren und lernen können!

Politische Bildung!

Ziel ist es, Veranstaltungen und Möglichkeiten zu schaffen, in denen wir leistungsdruckfrei lernen, diskutieren und uns vernetzen können. Wir wollen uns kritisch mit bestehenden Verhältnissen und Strukturen wie beispielsweise Kapitalismus, Faschismus, Antisemitismus oder Rassismus auseinandersetzen. Dazu gehört auch, gemeinsam zu lesen, Erfahrungen auszutauschen, zu Demos aufzurufen und uns zu verbinden. Darüber hinaus wollen wir niedrigschwellige Möglichkeiten schaffen, sich selbst an der Uni oder privat mit Ideen einzubringen. Solidarität mit allen Studierenden, die für ein freies Leben, freie Lehre und Forschung demonstrieren!

Für eine transparente Studierendenvertretung!

Wir werden uns weiterhin für eine hohe Transparenz gegenüber den Studierenden und für deren Mitbestimmung einsetzen. Die Ideen der Studierenden sollen Impulse für unsere Arbeit bieten und sollen durch Befragungen noch häufiger eingefordert werden. Durch die Förderung studentischer Projekte und Veranstaltungen wollen wir die Studierendenschaft noch stärker in die Gestaltung einer offenen, nachhaltigen, diskriminierungsfreien und bunten Hochschulgemeinschaft einbinden.