Unser Programm 2019

Programm für die Wahl des StudierendenParlaments 2019

Was sind StuPa und AStA?  

Das Studierendenparlament, kurz StuPa, besteht aus 50 Abgeordneten, die die Interessen der Studierenden repräsentieren sollen. Damit ist das Parlament Eure Vertretung als Studierendenschaft und deren zweithöchste Instanz, nach dem Senat. Unter dem Semester tagt das Parlament monatlich und bildet Ausschüsse oder ermöglicht Anträge, um die Abläufe an der Hochschule zu beeinflussen. Außerdem übt das Parlament seine Kontrollfunktion gegenüber dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss aus. Dies ist der AStA, der als Exekutivorgan die Studierenden nach außen und innen hin vertritt, berät, Projekte im Interesse der Studierenden fördert und den Studierendenschaftsbeitrag von ca. 23 Euro des Semesterbeitrages aller Studierenden verwaltet. Seine Referent*innen werden aus den Reihen des Studierendenparlaments heraus gewählt. Mit der jährlichen Wahl zum StuPa haben somit alle Studierenden die Chance, ihren Willen durch die antretenden politischen Listen vertreten zu lassen. Gesondert davon sind die Wahlen der Autonomen und unabhängigen Referate, die von ihren Interessensgruppen in extra Wahlgängen beauftragt werden.

Unsere StuPa-Anträge  und Senatsanfragen

In der noch laufenden Legislaturperiode konnte Campus Grün Oldenburg viele Anträge im StuPa einbringen und mit unterstützen. Mit dem Antrag auf die Einrichtung eines Essbereichs mit reduzierter Lärmbelastung als sogenannte Ruhemensa, ging es mit einem Campus zum Wohlfühlen weiter voran. Um der Studierendenschaft eine solidarische Stimme zu verleihen, haben wir mit unserem Antrag zur Teilnahme an der Oldenburger Anti-AfD Demonstration aufgerufen. Außerdem haben wir die Universitätsleitung aufgefordert, die Abschlüsse der Baha´i, einer im Iran unterdrückten religiösen Minderheit, hier in Oldenburg anzuerkennen. Im Senat haben wir unter anderem eine Anfrage zur Implementierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung in die universitäre Verwaltung gestellt.

Unsere Projekte im AStA

In der laufenden Legislaturperiode konnten wir in Zusammenarbeit mit der AStA-Koalition viele wertvolle Projekte anstoßen und fortführen. So ließ sich eine Erstanlaufstelle einrichten, die diskriminierten Studierenden einen sicheren ersten Kontakt gewährleistet. Ebenfalls konnten wir emotionale Belastungen von Studierenden angehen. Hierzu wurde ein Zuhörtelefon von Studierenden für Studierende auf den Weg gebracht. Hochwertige Vorträge und spannende Workshops rund um das Thema Umweltschutz standen bei der Nachhaltigkeitswoche im Vordergrund. Nachhaltig ist auch die Versorgung mit biologisch erzeugtem Gemüse, was wir mit der sogenannten Gemüsetüte wieder per Abholung am Campus möglich gemacht haben. Eine alternative Sicht auf den Alltag in Stadt und Universität konnten wir erneut mit der Organisation der Alternativen-Orientierungsphase fördern. Auch haben wir uns in den letzten Monaten bei der Planung von Veranstaltungen und Projekten verstärkt mit dem Thema eines geeinten und solidarischen Europas beschäftigt.

Unser Programm

  • Wohlfühl-Campus & plurale Lehre:

Vom alltäglichen Lärm bis zur Verschulung des Lehrplans – studieren bedeutet auch Stress und Belastung. Darum fordern wir einen Blick auf die Bedürfnisse aller Studierenden und werden unserer Forderung nach genügend Lärmschutz, Ruheräumen und Lernplätzen weiter Ausdruck verleihen. Die Instandhaltung der Universitätsgebäude gehört hierbei ebenso dazu, wie ein kritischer Umgang mit kommerzieller Außenwerbung auf unserem Campus. Kritisch begleiten wollen wir auch die Oldenburger Lehre und Forschung. Das selbstbewusste Einstehen von Studierenden für kompetente Lehrende und plurale Lehrinhalte abseits des Mainstreams wollen wir unterstützen und fordern mehr studentisches Mitspracherecht in den universitären Gremien.

  • Nachhaltigkeit & Mobilität:

Als große Institution nimmt die Universität in vielfältiger Weise starken Einfluss auf unsere Umwelt. Uns ist es besonders wichtig, den Ressourcenverbrauch der Universität stets kritisch zu hinterfragen und uns für ein Einsparen und Umdenken in allen Bereichen des Universitätsalltags einzusetzen. Da gibt es noch viel zu tun; wie mehr vegane, regionale und saisonale Optionen in den Mensen, die gezielte Förderung der Biodiversität auf dem Campus, die Reduzierung des Wasser- und Papierverbrauchs, eine strikte Mülltrennung und mehr (Lasten-)Fahrradstellplätze.

Für eine effektive, konsequente Implementierung von mehr Nachhaltigkeit fordern wir die Uni auf, neben der Nachhaltigkeitsberichterstattung auch konkrete Nachhaltigkeitsziele zu formulieren und diese mithilfe der Schaffung einer Stelle für Nachhaltigkeit in der Verwaltung umzusetzen.

  • Empowerment & Transparenz:

Wir wollen einen transparenten AStA, das heißt wir wollen dass alle Studierenden wissen, was der AStA tut und wie. Wir wollen, dass ihr nachvollziehen könnt, wo euer Geld hingeht, wofür der AStA steht und wer euch vertritt. Ihr seid also immer bei der AStA Sitzung willkommen und könnt auch an anderer Stelle kritische Fragen stellen.

Unsere Gruppe setzt sich seit jeher für Minderheiten ein, dies wollen wir in den kommenden Jahren verstärken. Um gute Minderheitenpolitik zu betreiben, müssen wir zuhören und nachfragen was Minderheiten brauchen, dies ist ein stetiger Lernprozess.  Wir wollen, dass Minderheiten sich an dieser Uni wohl- und repräsentiert fühlen. Dies kann durch die Unterstützung der autonomen Referate geschehen, aber auch dadurch, dass wir im AStA eigenständig etwas tun, um den Unialltag dieser Person zu erleichtern.

    • Initiativenförderung & politische Bildung:

Durch die Förderung politischer Veranstaltungen und Initiativen bleiben Universitäten weiterhin Brutstätten für neue politische Ideen und Bewegungen. Unsere Gruppe hat mit ihrer Arbeit innerhalb und außerhalb des AStAs dazu beigetragen. Auf Anstoß von Referent*innen des AStAs wurde das Haus am Uhlhornsweg 68 renoviert und bietet nun Initiativen und allen Studierenden Raum für Treffen und Vernetzungen.
Mit zwei Filmvorführungen beleuchteten wir die Themen “Kritische Männlichkeit in Gefängnissen” und “Geflüchtete in Deutschland”. Darüber hinaus markiert unser Lesekreis zu dem Buch “Warum Europa eine Republik werden muss” den Anfang einer Reihe von Veranstaltungen mit dem Themenschwerpunkt “Europa”.

Unsere Kandidat*innen findest du hier.